Große Ehre für Tobias Kemptner

Sie schaffen, tun und sind nahezu immer erreichbar. Ohne Ehrenamtliche würde in Vereinen nichts laufen. Einer darf sich jetzt richtig freuen.

Um sie wird meistens kein großes Aufhebens gemacht, ohne sie würde aber nicht viel laufen. Auch im Fußballgeschäft nicht. Ehrenamtliche sind manchmal genauso wichtig wie ein guter Torwart oder ein treffsicherer Stürmer. Stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen sagte jetzt der Bayerische Fußballverband 22 Fußballhelden aus ganz Bayern Dank. Im Münchener GOP Varieté-Theater standen die Ausgewählten am Samstag im Scheinwerferlicht. Unter ihnen auch Tobias Kemptner von der DJK Dürnsricht-Wolfring.

„Das war eine Atmosphäre wie auf einer Gala“, schwärmte der 38-Jährige von der knapp vierstündigen Veranstaltung. Mit dem DJK-Vorsitzenden Stefan Obendorfer und seinem Vater Hans war er nach München gefahren und freute sich über die Ehre. „Ich nehme das aber nur stellvertretend für all die an, die in unserem Verein mithelfen“, sagte Kemptner am Montag. Es gebe so viele fleißige Hände bei der DJK. „Ich bin da nur der Repräsentant, der die Auszeichnung entgegengenommen hat.“ Kemptner ist seit 2017 Jugendleiter beim Verein aus Fensterbach, war aber schon vorher Stellvertreter. Da gilt es die Arbeit von bis zu 23 Trainern und Betreuern zu organisieren, auch die Zusammenarbeit mit den Nachbarklubs aus Trisching und Schmidgaden, mit denen Spielgemeinschaften bestehen, erfordert Zeit. Wenn es Arbeiten auf der Sportanlage gibt, oder es gilt, Sponsoren zu finden, um für einen einheitlichen Auftritt der Fußballer zu sorgen, da geht Kemptner voran.

BFV-Präsident Rainer Koch bedankte sich während der feierlichen Ehrenamtspreisverleihung persönlich bei den 22 Kreissiegern und erhielt bei der Übergabe der Urkunden prominente Unterstützung von Ehrengast Dietmar „Didi“ Hamann. Der Ex-Profi und jetzige TV-Experte zollte den Preisträgern, die im Frühjahr 2019 an einem vom BFV und dem DFB organisierten „Dankeschön-Wochenende“ teilnehmen werden, seinen Respekt. Kemptner wurde auch noch in den „100er-Club des Deutschen Fußball- Bundes“ aufgenommen. Deswegen erhält der Projektmanager bei Siemens zudem eine Einladung zu einem Länderspiel.

„Der Fußball gehört uns allen und wenn wir auf dem Platz stehen, gehören wir alle zusammen. Ohne die Ehrenamtler in unseren Vereinen gäbe es auch keine Profispieler und auch keine Nationalmannschaft“, sagte Hamann. Der 59-fache Nationalspieler weiß, wovon er spricht. Hamann ist in Konnersreuth im Stiftland aufgewachsen und hat seine Wurzeln im Oberpfälzer Amateurfußball.