Herzlich Willkommen bei der DJK

Erkan Kara, der neue Spielertrainer der DJK Dürnsricht-Wolfring ist 30 Jahre jung und wohnhaft in Schwandorf.

In unserem Interview spricht der neue Coach der DJK über seine neue Herausforderung, dessen Ziele mit der DJK, seiner Vergangenheit und was er über die DJK bis dato denkt!

  • Was hat dich dazu bewogen, ein Engagement bei der DJK einzugehen?

Die DJK ist ein Traditionsverein in der Umgebung. Das Gelände, das Sportheim und die Struktur im Verein, alles in Kombination gesehen, hervorragend. Natürlich haben mehrere Einflüsse dazu geführt, dass ich diesen Schritt gegangen bin. Den Zeitpunkt, an dem die erste Anfrage kam, hätte man nicht besser treffen können Seitens der DJK-Verantwortlichen. Ich habe zu diesem Zeitpunkt mit den Gedanken eines Vereinswechsels gespielt. Ich war nicht darauf fixiert einen Posten als Spielertrainer einzugehen. Ich war offen für alles. Hätte mir durchaus auch einen normalen Wechsel als Spieler in Bezirks- oder Landesliga vorstellen können. Die DJK hat sich jedoch mehrfach sehr um mich bemüht. Das hat mir gefallen. Da war von Anfang an ein sehr gutes Gefühl dabei.

  • Wie entstand der Kontakt zur DJK?

Tobias Kemptner, eigentlich Jugendleiter der DJK Dürnsricht-Wolfring, hat mich als erstes kontaktiert und mal vorsichtig angefragt. Aus dem “vorsichtig“ wurden dann mehrere Anrufe die Woche. Ich fragte mich schon, ob die denn nicht mal wieder etwas lockerlassen würden. Irgendwann kam es zu einem Treffen mit Abteilungsleiter Stefan Schleicher, Vorstand Stefan Obendorfer und Jugendleiter Tobias Kemptner, der trotz anderer Position im Verein, in den Neuaufbau rund um den Senioren Bereich involviert war.

  • Mit welchen Erwartungen und mit welchen Zielen hast du dein Amt als Trainer hier bei der DJK begonnen?

Mir war von Anfang an bewusst, dass ich keine Vergleiche ziehen kann aus meiner vorherigen Zeit und den Dingen die ich in den letzten 10 Jahren erlebt habe. Das ist natürlich ein anderes Niveau. Man muss da schon vorsichtig an die Sache rangehen. Man muss aufpassen, dass man die Jungs nicht überfordert, sondern versuchen eine gute Mischung aus Spaß und trotzdem gewissen Leistungsfußball zu finden.

Ich bin kein Typ, der eine Platzierung als Ziel vorgibt. Das hat auch nichts mit Kuschen zu tun. Ich bin neu im Verein, lerne die Mannschaft gerade mehr und mehr kennen. Für mich ist es wichtig, dass die Truppe, in der zweifelsohne Potential steckt, sich weiterentwickelt. Ich möchte jeden Spieler verbessern. Das ist mein Ziel. Der Rest ergibt sich dann von selbst.

  • In der vergangenen Saison 18/19 sah es lange Zeit nicht gut aus für die DJK in der Kreisklasse Nord. Der Abstieg drohte – dann ging am Ende der Saison doch alles gut aus. Wie hast du persönlich diese Situation aus der Ferne wahrgenommen und wie schätzt du die Mentalität der Mannschaft ein?

Ich habe die Situation ganz genau verfolgt. Ich wurde eigentlich auch immer über alle Ereignisse rund um die Mannschaft informiert. Für mich war das natürlich nicht einfach, da ich meinen Kopf auch bestmöglich bei meiner eigenen Mannschaft in Ettmannsdorf haben musste. Das war mir sehr wichtig. Der Abstieg in die A-Klasse wäre ein Szenario gewesen, das jederzeit hätte eintreten können. Ich habe aber den Verantwortlichen in Dürnsricht immer gesagt, so bitter der Abstieg auch wäre, ich habe mein Wort unabhängig von der Liga gegeben und dazu stehe ich auch. Ich bin keiner der dann einen Rückzieher gemacht hätte. So etwas ist charakterlos.

Die Truppe ist mental stark. Wenn man über 2-3 Jahre immer wieder absteigt, immer wieder unten drinsteht, dann gehört einiges dazu, dass der Laden nicht komplett auseinanderbricht. Der Zusammenhalt im Team ist groß. Mal größere, mal kleinere Baustellen gibt es in jeder Mannschaft, aber im Großen und Ganzen, finde ich eine intakte, lebendige und geschlossene Truppe vor, die nicht nur auf dem Platz, sondern auch Abseits des Feldes eine großartige Gemeinschaft darstellt.

  • Die DJK Dürnsricht-Wolfring spielt in der Saison 19/20 die dritte Saison in der Kreisklasse. In den letzten 7 Jahren ging es von der Liga und der Tabellensituation stetig bergab. Warum hast du dennoch diesen Schritt, die neue Herausforderung angenommen? Was macht diese Mannschaft und den Verein in deinen Augen attraktiv und stark?

Mich hat dieser Schritt schon immer gereizt. Wie oben bereits erwähnt, hätte dieser Schritt noch nicht jetzt kommen müssen, aber oft kommt es eben anders, als dass man es plant.

Für mich zählt nicht was in den letzten Jahren war. Für mich zählt der Moment, das hier und jetzt. Ich arbeite mit der Mannschaft, die ich aktuell vorfinde, nicht mit den Spielern, die vielleicht mal vor vier oder fünf Jahren in Dürnsricht gespielt haben. Es beginnt alles bei null. Aber die Null ist in diesem Fall mehr als man denkt. Ich finde eine Mannschaft mit Potential und sehr ehrgeizigen Spielertypen vor, ein großartiges Vereinsgelände, viele treue Zuschauer, eine gute Jugendarbeit und viele helfende Hände. Ich denke zur Attraktivität ist alles gesagt. Ich gebe mein Bestes, dass all diese Leute, die ihr Leben lang bereits alles für den Verein tun, wieder Freude am Fußball in Dürnsricht haben.

  • Was ist dir in einer Mannschaft besonders wichtig? Welche Dinge, sind für dich absolute „No Go’s“?

Mir ist es besonders wichtig, dass man ordentlich und anständig miteinander umgeht. Natürlich gibt es Personen im Team, welche etwas zu sagen haben, das ist auch notwendig. Ich erwarte aber immer eine gewisse Linie. Ich darf gegenüber meinem Mannschaftskollegen niemals den Respekt verlieren. Jeder Mann ist wichtig, von Nr.1 bis Nr.20. Ich bin ein absoluter Befürworter dieser Werte und hau da auch voll dazwischen, sollte ich gegenteiliges feststellen.

Daraus schließen sich eigentlich auch schon meine No Go´s. Überheblichkeit, Respektlosigkeit, unkollegiales Verhalten (und wenn es nur im Auf oder Abbau des Trainings ist) kann ich nicht akzeptieren.

  • Was für ein Typ Fußballer bist du auf dem Rasen?

Ich denke ich bin ein Typ, der versucht den Laden zusammenzuhalten, der versucht die Mannschaft immer positiv zu pushen (negatives kann man nach dem Spiel besprechen), der versucht 90 Minuten alles reinzuwerfen, was der Körper hergibt. Einer der immer mit dem Maximum alles für das bestmögliche Ergebnis tut.

Über vorhandene oder nicht vorhandene Qualitäten als Spieler möchte ich mich selbst nicht beschreiben. Das überlasse ich jedem selbst.

  • Drei Worte, die dich als Trainer und Spieler am besten beschreiben.

Kollegial, ehrgeizig, diszipliniert.

  • In etwa zwei, drei Jahren werden viele gute Jugendspieler mit viel Potential den Jugendbereich der DJK in Richtung Seniorenbereich verlassen. Was gibst du ihnen mit auf den Weg, für ihre sportliche Zukunft, mit möglichem Ausblick auf die Herren Mannschaften?

Die Jugendspieler sind immer im Blickfeld. Der ein oder andere hat bereits jetzt schon ein paar Mal bei uns mittrainiert. Sehr überzeugend. Das ist jedoch erst der Anfang, immer wieder mal ran zu schnuppern. Wir haben so ziemlich alle am Schirm. Ich kann ihnen nur raten immer Gas zu geben, immer dran zu bleiben, an Schwächen zu arbeiten und die Stärken zu verfeinern. Wenn man fußballerisch etwas erreichen möchte, muss ich in diesen Sport investieren. Ich muss den Fußball neben der Familie und dem schulischen, als meine oberste Priorität sehen. Es wird immer wieder mal Rückschläge geben, in welcher Hinsicht auch immer. Dann ist es aber wichtig abzuhaken und aufs Neue weiterzumachen. Nie aufgeben, immer weitermachen und sich immer wieder neue Ziele setzen und versuchen, diese zu erreichen. Alles andere kommt von selbst.

  • Welches Team ist nach deiner Meinung Favorit auf die Meisterschaft in der Saison 19/20?

Die Absteiger aus der Kreisliga sehe ich definitiv als Favoriten. Zu dieser Gruppe der Anwärter gesellen sich in meinen Augen noch der SV Haselbach und der SV Diendorf.

  • Kannst du dir vorstellen, über die Saison 19/20 hinaus weiter Trainer/Spielertrainer der DJK zu bleiben?

Ich denke es ist zu früh um sich darüber Gedanken zu machen. Es kann alles passieren. Man sollte abwarten wie sich die Saison und die gemeinsame Zeit entwickelt. Vorstellen kann ich mir das grundsätzlich natürlich schon, aber bis dato lässt sich nicht sagen, was nächste Saison sein wird. Was weder das eine, noch das andere bedeutet.

  • Wie siehts nach einem Sieg aus? Wird sich da auch mal ein Bierchen gegönnt, oder herrscht als Trainer striktes Alkoholverbot?

Jeder soll sich nach einem Sieg das gönnen, was er denkt, was er für sich persönlich verdient hat. Ich denke da werde auch ich nicht drum herumkommen, das ein oder andere zu trinken.